Private Webseite, Traditionsstammtisch und MSR-24

Geschichten aus dem Standort Erfurt (MSR-24)

- Der  Gedenkstein                     
- Eine neue Geschichte aus dem militärischen Alltag       
- Nun soll es weitergehen mit der Regimentsstraße       
-  Der Divisioner begrüßt die Neuen              
- "Pfeffi" und die EK´s                             
- "Panzerjonny und Jule"
- Für 10 Tage und 10 Mann
- Operation "Durchbruch" [AB-4 und MSR-24]

 

Die Geschichten

Der Gedenkstein
Eines Jahres im April sollten wir hohen Besuch aus Vietnam bekommen. Der Regimenter rief alle Kommandeure zusammen zur "Objektbesichtigung". Es wurden Vorschläge zur Objektverschönerung gesucht.
Hier der erste Vorschlag
Die Bepflanzung am Gedenkstein hatte die Farbe von grün nach braun geändert. Das ist bei Lebensbäume nun mal so. Der KC der TVK sollte da etwas ändern. Leider hatte er trotz guter Beziehungen zu der Garten- und Blumenstadt Erfurt kein Glück grüne Pflanzen zu bekommen. Die Auftragserfüllung stand aber noch.
Da kam eine Idee. Welche Farbe haben unsere Fahrzeuge? Diese Farbe musste doch vorrätig sein und war sie natürlich auch.  
:ph34r: Ein Kompressor, eine Spritzpistole und ein paar Soldaten unter Anleitung gingen zum Stein, um die Pflanzen zu "begrünen". 
Es klappte ausgezeichnet, leider wurde auch eine kleine Tanne mit "begrünt". Das Wetter im April konnte ja den Pflanzen nichts anhaben, sie waren ja "getarnt".

Der Besuch konnte also kommen und er kam bekam Regenumhänge und ging geradewegs in den vorbereiteten Klub.  Was nicht besichtigt wurde war unser Gedenkstein.
Die Pflanzen haben das nicht verstanden und sind vor lauter Gram einfach eingegangen.
Moral der Geschichte: Nicht alles was gefärbt wurde hat es auch überstanden.
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Eine neue Geschichte aus dem militärischen Alltag
Es begab sich eine „militärische Vorlage“ durchzuführen. Das Regiment hatte eine Übung durchzuführen. Per Alarm ging es in den K-Raum (Konzentrierungsraum) die erste Nacht hat mir der neuen Aufgabenstellung zu tun. Es wurden Marschbefehle für die Rädertechnik erarbeitet und durchgeführt. Ich bin dann mit dem PU, einem Kettenführungsschützenpanzer, im K-Raum stehen geblieben, weil die Kettentechnik nur per Bahn verlegen durfte. Leider mussten wir längere Zeit auf die Fahrt zur Verladestelle warten. Unser Standort am Ende des Dorfes war den Einwohnern bekannt. Vor unserer Stellung war das Haus des Dorfschmiedes. Wir hatten es uns gemütlich in der Technik, da klopfte es vorsichtig auf Panzerlurch. Der alte Schmied stand draußen und hatte ein Problem. In der Kirche des Dorfes ging das Gebläse der Orgel nicht mehr und wir sind doch bestimmt in der Lage uns das mal anzusehen und eventuell zu helfen. Nun begab es sich, das der Funker richtiger Kirchenorganist war und der Truppführer Elektriker. Wir hatten ja Zeit und ich blieb auf dem Fahrzeug mit dem Fahrer zurück. Ein Funkgerät wurde den zweien mitgegeben, so konnte ich sie schnell zurückrufen, wenn es notwendig wurde. Nach einiger Zeit tauchten beide „Instandsetzer“ auf und erzählten ihre Erlebnisse. Die Motoren hatten nur abgebrochene Anschlüsse, das wurde behoben. Der Organist setzte sich an die Orgel und griff in die vollen Tasten. Der Küster oder auch der Pfarrer kamen erschrocken in die Kirche, sie hatten schon lange nicht solche Töne aus ihrer Orgel gehört, da die Orgelspielerin sich das spielen selber beigebracht hatte. Gelernt  ist halt gelernt. Ab diesen Zeitpunkt hatte unsere Besatzung bei Bezug des K-Raumes nur noch Gutes. Es gab jedes Mal Kaffee und Kuchen, unsere Technik wurde nicht mehr beschädigt. Es war ein recht herzliches Verhältnis. Leider ist mir nicht bekannt was aus unserem gelernten Organisten wurde und ob er des Öfteren die Orgel in seiner Freizeit bewirtschaftet hat.
Nun soll es weitergehen mit der Regimentsstraße.
Es ist der zweite Teil der Vorbereitung des Besuches einer Militärdelegation.
Nach einem Besuch in einer Kaserne der Sowjetarmee fand man Gefallen an der Kennzeichnung der Bordsteine. Die Soldaten nutzten für unterschiedliche Begrenzungskennzeichnung  einfachen Kalk.
Zurückgekommen in Erfurt  begann sich Gedanken zur Realisierung zu machen. Dabei wollte der Regimenter aber nicht dauernd Soldaten durch das Objekt zu schicken um die „Schäden“ dann auszubessern. Unsere Industrie hatte gerade Latexfarbe auf den Markt  oder besser in den Handel gebracht. Eine intensiv weise Farbe mit hoher Deckungskraft und Abriebsicherheit. Als her mit der Bedarfsermittlung und Beschaffung. Es Klappte, Farbe war da, Pinsel waren ausreichend vorhanden und Ar4beitspersonal bei uns keine Frage.
Es wurde geweißt was alles Rang und Namen hatte, Bordsteinkanten, Boller  und in Besuchsvorbereitung  Stellflächen und Laufwege für Technik und Personal. Selbst die Gummiteile der Panzerräder wurden eingepinselt.
Wenn ihr euch erinnert war es April, ich glaube jetzt schmunzeln schon dien ersten Leser, und nach einer trockenen Periode folgte eine nasse. Latex benötigt allerdings eine gewisse Phase um sich dann haltbar mit dem Untergrund zu binden.  Und somit wurde aus dem einfachen Bordstein eine „Rollbahn“. Nächste Aktion war das Säubern der Regimentsstraße, den das Pflaster wirkte wie Löschpapier. Im Park sah es auch nicht besser aus, da das gleiche Pflaster die gleiche Wirkung hatte. Die eingefärbte „Kampftechnik“ sah wie ein „Amischlitten“ mit Weißwandreifen aus, ein grausiger Anblick im Geländer. Alles wurde aufgewischt und beseitigt.
Moral: Guter Wille und Hilfe gehen auch mal in die falsche Richtung.

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Der Divisioner begrüßt die Neuen
Eigentlich müsste ich schon seit September  68 meinen Dienst als ZF in der 4.MSD in Erfurt antreten, aber die Maßnahme „CSSR“ hat das verhindert.
Wir wurden schnell zum Ultn. ernannt, man brauchte ja die Unterkünfte für die neuen Offiziersschüler. Somit wurde nur noch grob auf die Division der Offiziersbedarf geschickt. Mein Glück?  Mein Pech? Ich weiß es nicht. Als ab in die zugewiesene Dienststelle, dem ersten Block gegenüber den Divisionsstab.  Ein Hptm. begrüßte mich mit den Worten „herzlich willkommen im AB-4. Begeben sie sich sofort in die „Blosenburg“ und melden sie sich anschließend bei mir“. War nur gut, dass ich als Erfurter  die Blosenburg und auch das HdNVA kannte. War ja unsere „Jagdrevier“ sonnabends zur Disko.
In einem Saal versammelten sich alle Divisionsneulinge ( Uffz. Und Offz.), es waren auch einige ältere Dienstgrade anwesend. Ein etwas kräftiger Oberst lies uns Neulinge in einer Reihe antreten, die älteren Semester  begaben sich hinter weißgedeckte Tische. Der Oberst rief laut und deutlich „ACHTUNG“ und alles stand ruhig und in gewohnter Habachtstellung. Die Tür  zum Saal öffnete sich und ein General betrat den Raum. Und begrüßte uns mit den Worten „Herzlich willkommen in der 4. MSD“ ein schallender „Hurra“ von den älteren Semestern und ein „Rührt Euch“ , ich weiß nicht von wem, hob die ehrfurchtsvolle Starre auf.
GM Goldbach  hielt eine Rede in dem er uns seine Vorstellungen und Erwartungen mittelte und anschließend zum Umtrunk einlud. Mit jedem Neuling hatte er dann noch ein persönliches Gespräch. Unglaublich aber stark motivierend.  Wir waren Stolz in dieser Division dienen zu dürfen.
1970 im Februar hat mich diese Begegnung nachhaltig persönlich unterstützt.  Wird aber keine Geschichte für das Forum.

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- "Pfeffi" und die EK´s
Ein Mann der meine Hochachtung verdient, ein Vorbild in allen dienstlichen Bereichen. Da hatte ich ja auch nur mit ihm Kontakt.
Wenn er durch Regiment ging und das war für seine Dienststellung gesehen sehr oft. Sprach er durchaus Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere mit Namen an. Unbegreiflich wen er alles kannte. Es war halt ein Kommandeur für den jeder Regimentsangehöriger unbedingt vertraute und auch vertrauen konnte.
Nun gab es auch in unserem Regiment die „EK“-Bewegung zum Leidwesen von Pfeffi und seinem Stab, allen voran die politische Führung.
Es gab ja die unterschiedlichsten Aktivitäten einschließlich der Auswirkungen. Ich selbst halte von den Exzessen der „EK“-Bewegung nicht viel. Die schlimmsten Übeltäter hatten kein Niveau und sind auch heute noch in meinen Augen Primitivlinge.
Doch zurück zu unserm Regimenter. Am 23.07.1975 hatten wir einen Regimentsappell. Der allgemeine Ablauf, Begrüßung des Regimentskommandeurs, Antwort des Regiments auf den Gruß des Kommandeurs, Verlesung des Anlasses der Zusammenkunft (Ich weiß nicht mehr um was es ging), Auszeichnung von Armeeangehörigen und, und, und…...
Vor rufen eines Gefr. (Name leider entfallen, nennen wir ihn einfach Müller) Front zum angetretenen Regiment. „Pfeffi“ verließ seine Tribüne und trat vor den Gefreiten.
und jetzt kam der 1.Hammer.“ Gefr. Müller ihr Bandmaß“ schallte es klar und unmissverständlich über den Appellplatz. Betretenes Schweigen auf der Tribüne. Erstarrtes Regiment. Schweißgebadeter Gefreiter., mit folgenden Gedankengängen.
Was tun.  Zeige ich kein Bandmaß laufe ich Gefahr Hohn und Spott bei den EK`s der Einheit, denn dann habe ich es vergessen. Zeige ich es, dann nimmt er es mir Weg, gleichfalls Hohn und Spott, aber das „Kunstwerk“ ist weg. Ist aber das kleinere Übel.
Er hat sich als für das kleinere Übel entschieden. Also Bandmaß raus und Übergeben. Und jetzt der 2. Hammer. Der Regimenter holte eine Schere aus seiner Tasche, schnitt den 100sten Tag ab, Übergab das Bandmaß dem Gefreiten, stieg auf die Tribüne und hielt frei eine Rede an die Gefreiten die letzten 99 Tage ihr Wissen und Können an die jüngeren Diensthalbjahre zu übergeben, keine Disziplinarverstöße zu begehen und den Dienst in Ehren zu beenden.
der 3. Hammer kam jetzt mit dem Befehl alle Gefr. und Unteroffiziere der letzten Diensthalbjahres vortreten  und in Zugformation aufstellen. Der Rest des Regimentes durfte dann vorbeimarschieren.
Ein unvergessliches Erlebnis. Das war eben unser Regimenter.
Ich glaube wir hatten danach auch weniger Diziplinarverstöße im Regiment. Unsere politische Führung wird dann hinter verschlossen Türen unsern Kommandeur bestimmt „belehrt“ haben. Eigentlich Schade, war doch eine guter Ansatz die „EK“-Bewegung etwas einzudämmen und in die Verantwortung zu nehmen. Wir hatten ja keine Söldner sonder Soldaten aus des Volkes Mitte.

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- "Panzerjonny und Jule"
Es sind mal keine erlebten Geschichten, sondern nur überlieferte  Anekdoten.
„Panzerjonny“ war eigentlich ein Stabsfeldwebel in der Instandsetzungseinheit des Regiments. Er hatte eine besondere Beziehung zur Technik. Ihm wurden magische, hellseherische Kräfte angedichtet. Nach dem was so alles über ihn berichtet wurde hätte Merlin bei ihm in die Lehrer gehen können.  Jonny konnte einen Motor auseinanderbauen, warten und zusammensetzen und das tolle der Motor funktionierte wie ein neuer. Komplizierte Mess mittel und Hilfen benötigte er nicht, was seinen Ruf nur bestätigte. Bei Reklamationen im Garantiezeitraum konnte er die Technik Tipp Top übergeben und die „Garantiekontrolleure“ von der Richtigkeit überzeugen. Bei zwei Motoren im 60er SPW war das nicht immer einfach den „Garantiekontrolleure“ ist ein Garantiefall zu entlocken.
Eines Tages begab es sich das Jonny mal wieder einen Panzer das Laufen beigebracht hatte und ihn in seine „Unterkunft“ bringen wollte. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen war der Fahrer nicht anwesend. Also Jonny in den Panzer  angelassen und in den Park gefahren. Just zu dem Zeitpunkt kreuzte der Regimenter auf. Jonny hatte ihn vorher bemerkt, sprang aus dem Panzer mit den Flaggensatz und digerierte den fahrerlosen Panter in die Gefechtshalle. Da der Regimenter Jonny Ansprach und begrüßte konnte er ja nicht zurück zum den Panzer und das Unheil nahm seinen Lauf. Der Panzer durchbrach die Rückwand der Halle und rollte mit eingestelltem Handgas auf den EX-Platz durch das Loch in der Halle. Die Reparaturstelle war lange zu sehen. Was die Wahrheit der Erzählung betrifft hoffe ich alles richtig niedergeschrieben zu haben. „Panzerjonny“ war eben eines der Urgesteine
Das zweite Urgestein war „Jule“. Ich glaube er war der Verpflegungsuffz. des PB, hatte aber seinen Arbeitsplatz in der Küche. Sein „Zepter“ war ein Messer in seiner Hand. Eine lustige Episode ist mir in Erinnerung. „Jule“ hatte sich in einer Kulturveranstaltung einen Feuerschlucker als Vorbild genommen. Was der kann, kann ich auch war so sein Gedankengang. Schnell war Hochprozentiger besorgt, ein Schluck in den Mund das Feuerzeug angebrannt und der Alkohol über die Flamme geblasen. Leider hatte aber der Alkohol die Eigenschaft über Lippen und Kinn zu laufen. Die Strömungsgeschwindigkeit des Alkohols war nicht so groß wie erwartet und die Flamme schlug zurück. Gott sei Dank war das Unheil noch im Rahmen geblieben. Jules Erfolg als Feuerschlucker war recht bescheiden ausgefalle. Der Lohn der Angst war, er brachte sich einige Tage nicht zu rasieren und warme Nahrung und Getränke wurden peinlichst gemieden. Seine Künstlerkarriere war recht schnell beendet.
Diese Anekdoten habe ich nicht persönlich erlebt, sondern nur aus Erzählungen niedergeschrieben.
Oldmafri

 10 Tage 10 Mann
Es begab sich eines Tages, das der Regimenter mich zu sich in das Dienstzimmer rief. Ich war gerade Oltn. geworden. Hatte ich was falsch gemacht, geht nicht, müsste ja der KC mit. Nun stand ich vor ihm, die Regimentsfahne im Blick und vollkommen Ahnungslos. Genosse Fri…. Ich habe vor mit ihnen über einen Umbau meines Gefechtsfahrzeuges zu sprechen. Jawohl kam von mir, aber wo ist der TA der kann sowas doch technisch besser beurteilen. Es ist doch vorgesehen 10 Mann bei Bedarf auf dem Fahrzeug unterzubringen. Ich nickte. Dann brauchen wir auch Verpflegung für die 10 Mann. Ich habe den RD schon angewiesen mit der Küche für 10 Mann für 10 Tage Verpflegung bereitzustellen. Sie sind für die Unterbringung und die Sicherheit verantwortlich.
Na dann habe ich den Mist am Halse. Meine Antwort: Jawohl Genosse Oberst.
Also ab zum Verpflegungslager und ob der Menge nachgefragt. Es war Übersichtlich. Die Gen. Der Küche hatten mitgedacht und eine große doppeltwandiche Kiste organisiert. Die Werkstatt brachte noch die Notwendigen Halterungen an, ein Schloss und abdeckbare Siegelnäpfe waren auch schnell angebracht. Die Kiste auf dem PU gehievt und befestigt, versiegelt und verschlossen. Ich war glücklich. Als Meldung an den Kommandeur und alles war erledigt.
Er Kam, sah und fragte wo sind die Pfefferminz, Hatte ich doch seine Vorliebe für die Pfefferminz vergessen, also ab in die MHO und eine Kiste „Pfeffi“ geholt. Zufriedene Mienen danken es ihnen und ein i.O. Gen.Fri… war das Ende dieser Aktion, mit dem Hinweis Sie sind für die Sicherheit, Haltbarkeit und Vollzähligkeit verantwortlich.
Nun begab es sich, aber das könnt ihr ja im Beitrag vom 7.1.2012 nachlesen.
Leider hat man uns keine Verpflegung dagelassen. Nach 5 Tagen waren wir beim Regiment auf dem Übungsplatz angekommen. Ich hatte 2 Büchsen Brot und eine Büchse Wurst der Kiste entnommen um uns 4Mann Besatzung zu verpflegen. Das berichtete ich bei Meldung dem Kommandeur. Na das war’s. Ich ein Offizier habe mich über den Befehl meines Kommandeurs hinweggesetzt und die Verpflegungkiste ohne ausdrücklichen Befehl geöffnet. Ich werde mir eine Bestrafung für sie Genosse Oberleutnant überlegen … wegtreten, war sein ganzer Kommentar. Eine Begründung interessierte ihn offensichtlich nicht.
Empfang der 50er und 25er Karten an in den PU Karten vorbereitet und auf „Pfeffi“ gewartet. Er musste ja auf den Regimentsgefechtsstand. Ich bekam die Koordinaten, die Navigationseinrichtung war schon erfolgt, und wir setzten uns in Bewegung. Leider hatten die „Freunde“ auf dem TÜP eigen Wege angelegt und die Karten stimmten nicht, also Blindfahrt nach Karte und Sicht. Nach einer relativ kurzen Zeit hatten wir den vorgegebenen GS erreicht und „Pfeffi“ strahlte ob der gelungen Zeiteinsparung.
Die weitere Übung verlief erfolgreich. Abschlußappell“ Oltn. Fri… vortreten, Wegen ausgezeichneten Leistungen belobige ich sie mit einer Geldprämie“, und leise zu mir „ersetzen sie damit die Konserven“.
Ich habe die 10/10 nie wieder ohne Befehl geöffnet. Auf der R-145 war das dann auch nicht mehr möglich.

Operation "Durchbruch" [AB-4 und MSR-24]
Es war bestimmt mal Zeit zu sehen wie verschiedene Einheiten zusammenarbeiten könnten. Ein Lehrvorführung des Zusammenwirkens wäre dabei bestimmt hilfreich. Das könnten die Gedankengänge von „höheren“ Vorgesetzten gewesen sein, und das Ganze bekam den Namen „Lehrvorführung Durchbruch“.
Das „Drehbuch“ war geschrieben jetzt musste es nur noch umgesetzt werden.
Ort des Geschehens: TÜP Ohrdruf (Gastspiel bei der „CA“)
 Grundlegende Gefechtshandlung: Der Gegner versucht auf das Territorium vorzudringen. Das MSR Verteidigt den Gefechtsabschnitt die Einheiten vom AB unterstützen das Regiment. Der Gegner wird auf sein Territorium weiter zurückgedrängt und die Aufklärungseinheiten verbleiben auf dem gewonnenen Territorium unter Rückzug der Einheiten des Regiments.
Generische Kräfte wurden nicht dargestellt.
Der „leidende“ Stab begab sich auf einen „Feldherrenhügel“ und gab den Startschuss für die erste Runde der Vorführung. Es Klappte nichts. Der Regieplan wurde von den Einheiten nicht befolgt wie befohlen. Alle Kommandeure der aktiven Einheiten wurden zum „Hügel“ befohlen erhielten eine Standpauke und neue Richtlinien.
Ich wurde mit einer Funkstelle zum Kommandeur befohlen. Und die einheitliche Funkfrequenz für den neuen Durchgang bekanntgegeben.
Neue Runde Neues Glück.
Nun ging es Los. Alles fuhr in der befohlenen Geschwindigkeit in die befohlene Stellung, halt wer fuhr da über die vordere Grenzlinie „Ein SPW“ der Regimenter tobte und schrie, aber der SPW reagierte nicht. Wie sollte er auch. Die Luken waren zu, die Entfernung zu weit, also den Fritzlar zu mir. Ich rannte mit der R-107 zu Kommandeur, er riss mir die Sprechgarnitur aus der Hand und schrie mehrmals "der SPW XXX soll 10 m zurücksetzen". Keine Reaktion von der Besatzung. Ich versuchte den Kommandeur zu beruhigen und sprach: „bitte ruhiger sprechen der Begrenzer im Funkgerät schneitet die lauten Stellen heraus und man hört nur ein Rauschen“. Ich wartete auf einen Anschiss ob meiner losen Worte. Die Techniker um mich bissen sich schon auf die Lippen, da kam unser Politnik und sprach die Kommandeursanweisung mit ruhiger Stimme ins Gerät und siehe da der SPW reagierte und fuhr die paar Meter zurück.
Ich kann da nur sagen die Partei hat mich und den Sprachbegrenzer gerettet. Mir ist nicht bekannt ob im Nachhinein auch der Regimenter geschmunzelt hat. Die Lehrvorführung ist aber gelungen.